Dr. med. Silvia Maurer,
Vizepräsidentin der DGS

Geboren 1963 in Rodalben, Pfalz. Studium der Humanmedizin an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz; Facharztweiterbildung im Bereich Anästhesie in Lauterbach/ Hessen und Dortmund; danach im Angestelltenverhältnis in einer Belegarztpraxis in Dillingen/ Donau und in einer Praxis für Allgemein- und Suchtmedizin in Speyer. Weiterbildung 1996–2001: Studium der Traditionellen chinesischen Medizin in Wien mit Abschluss „Chinesische Arzneimitteltherapie und Komplementäre Medizin der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK)“. Zusatzbezeichnung: Spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin, Psychotherapie, Akupunktur, Naturheilverfahren, Sportmedizin. Seit Januar 1995 in fachübergreifender Praxis Anästhesie/Orthopädie als Schmerz- und Palliativmedizinerin niedergelassen. Seit dieser Zeit auch in der Ärztekammer und KV engagiert.

Ressort:

  • Kontakt KBV
  • Kontakt zur Ärztekammer
  • Gesundheitspolitik
  • Kooperation mit DGPM
  • Schmerzpsychotherapie
  • Curriculum ärztliche Psychotherapie
  • CSST
  • Komplementärmedizin

Kurzinterview mit Dr. med. Silvia Maurer

Was sind Ihre Ziele für die neue Wahlperiode als Vizepräsidentin der DGS?

Dr. med. Silvia Maurer: Die Verbesserung der Versorgung der Schmerz- und Palliativpatient*innen in der Fläche sind für mich essenzielle Ziele. Ich sehe meine Aufgabe nach wie vor darin, jeden einzelnen Tag der Schmerz- und Palliativpatient*innen mit der bestmöglichen Lebensqualität zu füllen. Und dies mit den Möglichkeiten der Schul- und der Komplementärmedizin. Dazu bedarf es eines respektvollen Umgangs mit Patient*innen und deren Angehörigen sowie der Zusammenarbeit im Team mit Hausärzten, Fachärzten, medizinischen Fachangestellten, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Kliniken, Selbsthilfegruppen und weiteren Beteiligten des Gesundheitssystems. Dafür werde ich mich auch in der nächsten Amtsperiode weiter einsetzen, sowohl im fachlichen Bereich als auch berufspolitisch.

Was ist Ihnen im Bereich Ihrer beruflichen und ehrenamtlichen Arbeit wichtig?

Dr. med. Silvia Maurer: Wichtig ist mir Fort- und Weiterbildung sowie die Gewinnung junger interessierter Kolleg*innen. In diesem Jahr habe ich die Neu- und Weiterentwicklung der Curricula „Psychosomatische Grundversorgung“ und „Spezielle Schmerztherapie“ übernommen. Im November wird das Curriculum „Psychosomatische Grundversorgung“ zum zweiten Mal online stattfinden und auch das Curriculum „Spezielle Schmerztherapie“ soll im November erstmals online starten. Zudem planen wir für das nächste Jahr zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie e.V. (DGPM) zwei weitere Curricula zum Thema Psyche und Schmerz.

Was wollen Sie als Versorgergesellschaft konkret weiter vorantreiben?

Dr. med. Silvia Maurer: Durch mein berufspolitisches Engagement möchte ich weitere Meilensteine hin zum Facharzt für Schmerzmedizin legen und so eine bessere Versorgung der Patient*innen herbeiführen. Dies ist ein weiter steiniger Weg, aber es gilt, aus diesen Steinen keine Mauer, sondern eine Straße zu bauen. Jeder Bauabschnitt sollte dabei so gesetzt werden, dass er alleine schon zu einer Verbesserung der Versorgungssituation beiträgt. Dies können wir zum Beispiel durch Selektivverträge erreichen.