„Wir möchten ein Meinungsbild zur Suizidhilfe erheben und damit eine Diskussion anstoßen“

©DGS/Carlucci

Berlin, 27. September 2022. Bereits 2020 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass das allgemeine Persönlichkeitsrecht das Recht umfasst, sich das Leben zu nehmen und dabei auf die freiwillige Hilfe Dritter zurückzugreifen. Damit wurde das Verbot einer geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung verfassungswidrig. Allerdings sind nach wie vor viele Fragen zum ärztlich assistierten Suizid offen. Um zu erfahren, welche Haltung Ärztinnen und Ärzte zu diesem Thema haben und um damit eine Diskussion anzustoßen, startet die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) eine Umfrage. Diese ist ab sofort für ein halbes Jahr online verfügbar. Die Ergebnisse werden anschließend veröffentlicht.


Die DGS-Umfrage zum ärztlich assistierten Suizid hat zum Ziel, sowohl die Haltung der behandelnden Ärztinnen und Ärzte als auch ihre Erfahrungen zu erheben. „Es gibt hier kein Richtig oder Falsch“, betont Norbert Schürmann, Vizepräsident der DGS und einer der Initiatoren der Umfrage. „Vielmehr geht es darum, ein reales Meinungsbild zu ermitteln.“ Sind Ärztinnen und Ärzte dazu bereit, beim Suizid zu assistieren? Sollen nur...

Pressemitteilung als PDF

Die Frage nach dem selbstbestimmten Sterben: Nehmen wir Ärzte den Patienten die Verantwortung hierfür ab?
Eine Stellungnahme von Norbert Schürmann, Arzt und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS)